LTE Antennen

LTE AntenneSchnelle Internetzugänge, die in bisher nicht- oder nur unterversorgten Gebieten mittels Einsatz der Mobilfunktechnik LTE ermöglicht werden, hängen hinsichtlich ihrer Stabilität und der erreichbaren Bandbreiten stark von territorialen Bedingungen ab. Dazu gehört zum einen die Entfernung des LTE-fähigen Endgeräts vom Sender und weiterhin eventuell zwischen Sender und Empfänger liegende, die Ausbreitung der Funkwellen beeinflussende feste Hindernisse. Besonders in ländlichen Gebieten, wo größere Abstände zwischen den einzelnen Sendestationen die Empfangsqualität in Form geringerer Datenübertragungsraten erheblich beeinflussen, ist deshalb der Einsatz einer Antenne immer dann anzuraten, wenn die tatsächlichen von den möglichen Datenübertragungsraten erheblich abweichen.

Die für eine Verbesserung des Empfangs auf LTE-Basis in Frage kommenden Antennen müssen in jedem Fall der dabei verwendeten Antennentechnik MIMO entsprechen. Bei MIMO handelt es sich um ein Multiple Input Multiple Output System, das über mehrere Eingangs- und Ausgangsgrößen verfügt. Es bezieht sich somit auf die Anzahl der Sende- und Empfangsantennen eines drahtlosen Kommunikationssystems. Aus diesem Grund enthalten alle LTE-fähigen Endgeräte, einschließlich ihrer Modems oder LTE Sticks bereits ins Gerät installierte Antennen, die unter den eingangs geschilderten Bedingungen jedoch die unterstützende Wirkung einer externen Antenne benötigen. Als solche stehen unterschiedliche Typen zur Verfügung, die nachfolgend einschließlich ihrer Vor- und Nachteile kurz vorgestellt werden.

Die beste und sicherste Methode der Verbesserung des Empfangs verspricht der Einsatz von Richtantennen. Diese entsprechen in ihrem Aufbau etwa den früher für den analogen TV-Empfang verwendeten Antennen, die meist auf Dächern installiert waren. Auch LTE-Richtantennen benötigen einen relativ freien Standort und müssen in ihrer Ausrichtung präzise auf den Sender fokussiert werden. Dabei gilt es entsprechend des MIMO-Verfahrens zwei Antennen einzusetzen, die es als komplette Sets mit der entsprechenden Abstandshalterung jedoch zu kaufen gibt. Dabei versprechen je eine horizontal und vertikal ausgerichtete Richtantenne die optimalen Ergebnisse.

Eine weitere Form stellen die Bi-Quad-Antennen dar. Sowohl deren Platzbedarf als auch ihre exakte Ausrichtung auf den Sender sind weniger anspruchsvoll als bei den Richtantennen, so dass ihre Installation weniger aufwendig und vor allem platzsparend erfolgen kann. Allerdings ist die damit zu erreichende Verbesserung der Signalstärke nicht ganz so effektiv. Als Richtwerte für einen durchaus geeigneten Einsatz kann von einer zu 50 Prozent vorhandene maximalen Übertragungsrate und von einer Entfernung zum Sender von weniger als acht Kilometer ausgegangen werden.

Wenig Platz und einen geringen Installationsaufwand erfordern die Paneel-Antennen, die durch eine wetterfeste Ummantelung außerdem eine lange Lebensdauer garantieren. Sie werden auch als Flachantennen bezeichnet. Hierbei sind die zwei benötigten Antennen in einem Gehäuse untergebracht. Sie können aus Sicht ihrer Effektivität als Alternative zu den Bi-Quad-Antennen eingesetzt werden.

Für lokale Zwecke, beispielsweise in Stadtwohnungen kann auch eine am Fenster positionierte Rundantenne zum Einsatz kommen. Dagegen helfen Klemmantennen die Leistung beim LTE-fähigen Net- oder Notebook auf einfache Weise zu verbessern.